Bemerkenswert

Eines Tages

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

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Irgendwann habe ich beschlossen meinen Weg alleine zu gehen, der Weg teilte sich. Ich blieb stehen und schaute den Menschen hinterher die weiter gingen, sie wurden kleiner und entfernten sich immer mehr. Ich ging den anderen Weg, durch Nebel, über Steine und Felsen, die den Weg versperrten und Brücken mußte ich erst selber bauen. Und jetzt bin ich, wer ich bin. Ein Weg von Vielen, nur freier und glücklicher.

 

Morgen

Morgen geht die Reise weiter und ich trete meinen Dienst bis Oktober auf einer Hütte in den Bergen an. So langsam werde ich nervös, freue mich und vermisse meinen Mann so sehr. Ich hoffe es gibt viel zu tun 🙂

Und wieder ein Abschied, von meiner Freundin, ihrem Mann und dem Kleinen und hinaus in ein Abenteuer, auf mich selbst gestellt.

München

Hellas Heimeranplatz mit Freunden – Radlfahren – Isar – Grünwald – Floßfahrt beobachten und Leuten winken – Biergarten – leckeres Eis – tolle Gespräche – Rauchtee – Teetrinken im Bett mit Freundin wie früher – Grillen – Reiten – Holunderblüten sammeln – den Liebsten vermissen – Lachen – Lebensfreude

Bei Freunden in Kirchheim

Die gestrige Fahrt war gut, München kam mir sehr voll vor, wahnsinnig viele Menschen und nach einer kurzen Prüfungen meines Gefühlslebens: Ich habe es nicht bereut aus München weggezogen zu sein. Die S-Bahn kam schnell und alte Erinnerungen hoch, als ich an bekannten Gegenden vorbeifuhr. Bei meiner Freundin aus dem lila Haus angekommen gab es viel zu erzählen, wir haben gegrillt und saßen bis tief in die Nacht im Garten. Gerade wach geworden vom Sonnenschein, ein Blick aus dem Fenster.

Abschied tut weh

Die erste Etappe Urlaub bei der Familie in der Oberpfalz ist gelaufen. Gestern Abend nach dem letzten Spaziergang war mir schon etwas wehmütig ums Herz.

Abschiede sind für mich immer furchtbar. Der Schlimmste war heute mich von meinem Mann zu verabschieden, im Auto kullerten die ersten Tränen, am Bahnsteig war ich aber ganz tapfer. Ich bin ihm so dankbar für die Gelegenheit mir einen Herzenswunsch zu erfüllen und 4 Monate in den Bergen arbeiten zu dürfen. Jetzt gerade brettere ich im Zug Richtung München und wir rollen gerade in Regensburg ein. Vor mir liegt eine schlafende Frau auf den Sitzen und hat ein Grinsen im Gesicht, sie sieht total zufrieden aus. Und ich muss schmunzeln.

Zu Besuch in der Villa Kunterbunt

Heute kam ich auf die Einladung von Elli zurück, die Frau, die mir vor kurzem über den Weg gelaufen war. Um kurz nach 18 Uhr stand ich vor Ihrer Tür, keiner da.

Es gab 3 Eingänge, keine Klingel und ich wählte den Weg über einen Zaun. Das Haus ist so riesig, eventuell hörte sie mich nicht? Der Zaun war sehr marode und brach fast unter mir zusammen. Ich klopfte an die große Holztür, keine Reaktion. Ich ging zu jeder Seite des Hauses und war ganz entzückt, es gab eine Feuerstelle, einen Bauerngarten, Zäune aus Haselnusszweigen, einen Rasen, Hochbeete, einen Hühnerstall und jede Menge Pflanzen, alles war grün überwuchert. Hier und da lagen Heilsteine und Muscheln, Räucherstäbchen, es hingen Kerzenhalter in den Bäumen und Sträuchern, viel Selbstgemachtes, Bemaltes stand herum. Ich hörte ein Auto,das musste sie sein. Ich horchte, wartete, es kam niemand. Ich kletterte wieder an anderer Stelle über den Zaun und lief den Weg hoch. Da stand ein Auto, doch niemand da. Ich nahm den Eingang durch ein Tor und traf Herrn Hahn und Frau Henne und sah, dass die Tür auf der anderen Seite offen stand.(Ein Laufentenpaar gibt es auch noch, aber die sind gerade mit brüten beschäftigt und Herr Enterich weicht seiner Frau nicht von der Seite, ich habe sie leider nicht gesehen.) Elli war da und bat mich herein, jetzt kam mir der riesige Hund entgegen, den ich vom Spaziergang kannte und eine Katze lief neben ihm her und auf mich zu. So eine tolle Begrüßung 🙂 Es waren ein paar Stunden mit interessanten Gesprächen, später saßen wir am Haus, das mal ein altes Jagdhaus gewesen war und etwa 1860 erbaut wurde, mitten in der grünen Oase, es regnete und als es anfing dunkel zu werden musste ich los. Sie begleitete mich noch ein Stück auf der Apfelbaumallee, bis ich auf mein Rad stieg und heim fuhr. Ich trat in die Pedale, sauste über die Felder und Wege, durch den Wald, meine Haare wehten im Fahrtwind und wusste: Das bin ich und so bin ich glücklich.